Die Nachfolge Jesu  .  .  .  .   .  .  .  .   .  .  .  .   .  .  .  .   .  .  .  .   .  .  .  .    Impressum...

  Der Jünger Jesu  

(Johannes 15, 7.8) "Wenn ihr in mir bleibt und meine Wort in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch geschehen. Hierin wird mein Vater verherrlicht, daß ihr viel Frucht bringt und meine Jünger werdet."

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Es gibt kein wahres Christsein ohne Jüngerschaft. Jesus hat uns in die Nachfolge gerufen. Nachfolge Jesus bedeutet immer, den Ruf zur Jüngerschaft anzunehmen. Jesus sagt: Nehmt auf euch mein Joch, und lernt von mir! Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig ...
Jünger zu sein bedeutet, ein Lernender zu werden. Das hebräische Wort für Jünger heißt "Talmidim" und bedeutet Lernender. Das englische Wort heißt "disciple" und bedeutet so viel wie Disziplinierter. Ein Jünger ist somit ein Lernender, der es versteht, die Worte Jesu auf das eigene Leben anzuwenden. Sein Leben wird umgeformt nach den Grundsätzen des Wortes Gottes. Nur so wird ein Gläubiger auch in das Bild Jesu verwandelt werden. Nicht Gott wird diese Aufgabe für uns erledigen. Wir sind aufgefordert, den alten Menschen abzulegen und den neuen Menschen anzuziehen. Gott gibt durch seinen Heiligen Geist die Kraft dazu, das Fleisch zu kreuzigen und die Begierden des alten Menschen zu verleugnen.
Doch diese Schule beginnt mit der Entscheidung zur Nachfolge. Elia rief Elisa in seine Nachfolge. Gott hatte Elisa zum Propheten an Elias Stelle bestimmt. So ging Elia auf das Feld und warf Elisa den Mantel über. Dieser bat um Aufschub und wollte sich von seinen Eltern verabschieden. Doch Elisa mahnte ihn zu bedenken, was an ihm geschehen war. So schlachtet Elisa die Ochsen und zerstörte das Joch - die Gundlage seiner bisherigen Arbeit - und machte sich auf, Elia zu folgen. Was wäre geschehen, wenn er nach Hause gegangen wäre, um sich zu verabschieden? Seine Eltern hätten ihn zurückgehalten und alle Kraft aufgewandt, ihm die Entscheidung auszureden, vielleicht sogar unter Drohungen. Deshalb sagte auch Jesus zu einem Mann, der ihm folgen, doch zunächst seinen verstorbenen Vater begraben wollte: Laß die Toten ihre Toten begraben! Du aber geh hin und verkündige das Reich Gottes! Wäre dieser Mann nach Hause gegangen, er wäre nie zurückgekehrt. Die Entscheidung zur Nachfolge Jesu hat Priorität vor allen anderen Dingen. Darum sagt Jesus auch: Wenn jemand zu mir kommt und haßt nicht seinen Vater und die Mutter und die Frau und die Kinder und die Brüder und die Schwestern, dazu aber auch sein eigenes Leben, so kann er nicht mein Jünger sein ...
Wer nicht bereit ist, alles für Jesus loszulassen und dranzugeben, seien es materielle Dinge, Beziehungen oder gesellschaftliche Stellungen, der ist ungeeignet, ein Jünger Jesu zu werden. Doch um die Dinge des Reiches Gottes zu verstehen und die Lehren des Heiligen Geistes wirklich zu begreifen, ist es unabdingbar, sich von allem Weltlichen und Menschlichen zu trennen. Es gilt, sich ganz an Jesus zu hängen und sein Schüler zu werden. Ein Jünger lernt die geistlichen Wahrheiten des Himmelreiches. Uns, die wir nach Jesu Erdenzeit leben, sind das Wort Gottes und der Heilige Geist gegeben, die uns in die Schule nehmen sollen, damit wir für die geistlichen Kämpfe in dieser Welt gewappnet und zum Sieg zugerüstet werden. Lernen hat immer drei Stufen. Die erste beginnt mit der Erkenntnis, dem Wissen, dem Verstehen. Sie ist Theorie. Christen, die sonntags in den Gottesdienst gehen und Woche für Woche eine Predigt hören, ohne die gewonnene Erkenntnis umzusetzen, sind Hörer allein, aber keine Lernende. Der Lernende setzt die Kenntnis um. Dies ist der zweite und wichtigere Teil. Es soll praktisch angewandt werden, was man gelernt hat, sonst bleibt der Glaube eine tote Sache. Da gilt es Fehler zu machen, zu wiederholen und zu üben, geduldig zu sein und auszuharren, dranzubleiben eben. Das führt den Jünger in die dritte Stufe - die geistliche Reife, in der er gelernt hat, entsprechend dem Wort Gottes zu leben. Nur dadurch ist er ein wahrer Jünger Jesu und wird so zu einem Menschen, durch den Gott diese Welt segnen kann.


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