Die Nachfolge Jesu  .  .  .  .   .  .  .  .   .  .  .  .   .  .  .  .   .  .  .  .   .  .  .  .    Impressum...

  Gefäße des Segens  

(2. Timotheus 2, 20.21) "In einem großen Haus aber sind nicht allein goldene und silberne Gefäße, sondern auch hölzerne und irdene, und die einen zur Ehre, die anderen aber zur Unehre. Wenn nun jemand sich von diesen reinigt, wird er ein Gefäß zur Ehre sein, geheiligt, nützlich dem Hausherrn, zu jedem guten Werk bereitet."

Gefäße des Segens werden im Feuer gebrannt. Wir wollen nicht meinen, wir könnten das Feuer entbehren, um ein Gefäß des Segens zu werden. Unser Herr Jesus wurde im Feuer der Wüste und in den Anfechtungen des Teufels geläutert. Wird Gott mit uns, die wir dem Herrn gleich werden wollen, nicht dasselbe tun? So wir willig sind, werden wir zu Ton in seiner Hand. Wir sind aus der Erde genommen, damit er uns nach seinem Bilde formen kann. Die Zubereitung aber bleibt ganz ihm überlassen. Wir können nicht sagen: warum machst du mich so? Hat der Ton je zum Töpfer gesprochen, das Werk zu den Händen? Vertraue dich nur ihm ganz an, denn er will ein Gefäß des Segens aus dir machen.
Da ist noch viel Luft im Ton, die herausgeschlagen werden muß, soll der Scherben in der Hitze des Feuers nicht zerspringen. So ist es auch mit unserem Aufgeblasensein, die Luft des Hochmutes und Stolzes muß ja heraus aus uns. So geht es nicht anders, daß wir auch der Zucht des Vaters bedürfen, da sie ja heilsam ist für unseren Weg. Er züchtigt einen jeden Sohn, den er liebt. Da muß viel geschlagen werden, bis der Ton weich geworden ist. Gleich so ist es auch mit unseren Herzen. Der Vater müht sich, die Härte zu erweichen; und so führt er uns auch in Trübsal und Demütigungen, daß unsere eigenen Wege und Pläne zu schanden werden. Denn wer noch auf sich selbst vertraut, ruht nicht in der Hand des Vaters; es ist auch nicht möglich, aus diesem ein Gefäß der Ehre zu machen. Die Schule des Vaters will uns lehren, allem Eigenen abzusagen. So du diesen Schritt gehen willst, wird die Welt dich festzuhalten suchen mit aller Macht. Ihre Verlockungen sind feine Fäden, die uns mehr und mehr umschlingen, wie der Faden einer Spinne. Darum reiße dich los, solange es heute heißt. Denn du weißt nicht, ob du morgen noch die Kraft dazu findest. Nur selten kommt der Teufel mit großen Stricken grober Sünden; aber mit den feinen in deinem Wollen und deinem Trachten spinnt er dich leise ein. Darum fliehe den Gedankensünden, denn sie werden zu einer Macht, wenn du sie nicht beizeiten zerreißt.
Jedes Gefäß wird im Feuer geläutert. Der Scherben muß gebrannt werden, so etwas Bleibendes entstehen soll. Darum weiche dem Feuer Gottes nicht aus. Es läutert unser Wollen und Tun. Seine Augen sehen hindurch bis auf den Grund unseres Herzens, nichts bleibt vor ihnen verborgen. Ein unbestechlicher Richter ist unser Herr. Ein Ansehen der Person gibt es bei ihm nicht. Sein Feuer wird das Stroh und die Stoppeln verbrennen, so daß nur Unvergängliches bleibt. Sein Feuer ist ein reinigendes, das die Schlacke nach oben treibt. Nur dann wird das Kostbare werden, das zur Ehre Gottes dient. Die Schule Gottes ist ein Weg, der durch Wüsten ins Land Kanaan führt. Nicht jeder wird das Ziel erreichten. In vielen Herzen wohnen noch die Fleischtöpfe Ägyptens. Doch mit dem alten irdischen Hausrat werden wir nicht in unsere himmlische Wohnung einzuziehen vermögen. Alles muß daran gegeben werden, wollen wir durch die enge Pforte eingehen. So wir nichts mehr haben und nichts mehr sind, kann der Herr uns nehmen und etwas aus uns machen. Der Vater hat aus dem Nichts eine ganze Welt erschaffen, kann er dann nicht eine Hand voll Lehm nehmen und etwas zu seiner Ehre hervorbringen? Er kann es und er will es tun. Doch er ruft uns auch auf, an diesem Werk teilzuhaben. Es ist unsere Aufgabe, uns von allen Dingen zu reinigen, die uns und die Ehre des Vaters beflecken. Wir sind aufgefordert, uns zu prüfen, und die kleinen Füchse aus dem Weinberg auszurotten. Dann kann der Herr uns nehmen und sich durch unser Leben verherrlichen; wir werden ein Segen für die Welt, die der Vater noch immer liebt.


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