Die Nachfolge Jesu  .  .  .  .   .  .  .  .   .  .  .  .   .  .  .  .   .  .  .  .   .  .  .  .    Impressum...

  Durch Gnade befreit  

(Johannes 1, 14 - 17) "Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Johannes zeugt von ihm und rief und sprach: Dieser war es, von dem ich sagte: Der nach mir kommt, ist vor mir geworden, denn er war eher als ich. Denn aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, und zwar Gnade um Gnade. Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben; die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden."

Welch einen wunderbaren Weg hat uns der Vater doch bereitet, daß wir in die Herrlichkeit eingehen sollen. Die wir gebunden lagen in allerlei Sünden, will er frei machen und zurechtbringen. Alle unsere Wege, die nur Unfall und Herzeleid bedeuten, die das Leben des Nächsten schwer und bitter machen, sollen verwandelt werden in Wege des Segens. Allein aus eigener Kraft sind wir nicht fähig, uns zu wandeln; kann denn ein Mohr seine Farbe wechseln und ein Panter seine Flecken? So ist es auch uns unmöglich, in eigener Kraft zu tun, was nur Gott vollbringen kann. Er ist es, der uns aus den Banden des Teufels befreit. Er ist es, der einen Weg bereitet hat. Vor Grundlegung der Welt, hat er den Plan beschlossen. Zum Ende hin aber sandte er seinen Sohn in Gestalt des sterblichen Fleisches. Er war das Opferlamm, das der Vater ersehen hatte als Lösegeld für die Sünde der Welt. Die Väter wußten ja, welch eine Kraft im Blute des Lammes lag, als sie bereit waren, aus Ägypten zu fliehen. So auch wir wissen, welch eine Kraft im Blut des wahren Opferlammes liegt, steht auch für uns Rettung und Flucht aus der Sünde bereit.
Das Kreuz ist der Ort der Gnade. Zu ihm müssen wir fliehen in Zeiten der Not, diesen Ort hat der Vater bereitet, als einen Sühneort, wo alle Schuld erlassen wird. Seine Liebe war es, die ihn dazu trieb. O wollen wir doch recht begreifen, welch Tiefe, Höhe und Breite diese Liebe des Vaters zu uns hat. Aus Liebe sind wir erschaffen. Ein kostbares Werk seiner Hände. Geraubt vom Feind, doch nicht ohne Hoffnung. Gott fordert sein Eigentum aus der Hand des Widersachers. Und dessen Argumente überwindet er mit seinem Blut. Gnade um Gnade ist auf Golgatha geflossen. Gnade für alle, die Gnade suchen. Ihr Lieben, es hat noch kein Ende mit seiner Gnade. So lasse dich fallen ins Gnadenmeer, denn darin zu ertrinken bedeutet das wahre Leben finden. Er will es uns ja geben. Warum sollen wir teuren Lohn darbringen, wenn er sagt: kommt und kauft ohne Geld! Warum sollen wir sauren Verdienst entrichten, wenn er spricht: es ist alles frei! Ein Mensch kann sich nichts nehmen, es werde ihm denn vom Himmel zuteil. Doch mit seinem Sohn Jesus hat er uns alles gegeben. In ihm wohnt die Fülle Gottes leibhaftig und jede Verheißung ist "Ja" und "Amen" in ihm. Wir sind gesegnet mit dem Segen der Himmelwelt, sollte der Vater, der sich über seine Kinder erbarmt, nicht auch das Nötige für unser tägliche Leben schenken? Kommt herzu, es ist alles bereit! Nehmt aus der Fülle, die der Vater euch darreicht, nehmt und kauft ohne Geld!
Da gibt es eine Theologie über Gnade wie es eine Theologie über Gott gibt. Doch Theologie und Erfahrung sind zweierlei Maß. Dein Wissen läßt dich Gnade verstehen, doch die Gnade empfangen bedeutet wirkliche Freiheit. Viele verlieren sich in Begriffen, doch die Freiheit haben sie nicht geschmeckt. Doch er, der den Preis für alles bezahlt hat, sagt uns heute: sehet und schmecket wie freundlich der Herr ist! Er macht los aus allen Banden, er reinigt von aller Ungerechtigkeit, er macht die Kleider hell im Blut des Lammes, er bereitet die Braut, die Wohnung und das Hochzeitsmahl. Wollen wir doch recht einsehen, daß es immer wieder: er ..., er ... und er ... heißen muß, daß wir so gar keine Hoffnung mehr auf uns setzen und nicht zuschanden werden in der Torheit unsrer Wege. Ihr Lieben, haltet die Augen auf die Gnade Gottes, die mit Jesus in diese Welt gekommen ist, auf daß wir die Wahrheit recht erkennen und in seiner Liebe und in seinen Wegen wandeln. Der Herr schenke es uns allen. Amen.


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